Kostenschätzung zur behutsamen Sanierung der Quäkerstraße

Kostenschätzung zur behutsamen Sanierung der Quäkerstraße

Es hieß sinngemäß, dass eine behutsame Sanierung nicht wirtschaftlich sei und somit der bezahlbare Wohnraum nicht zu retten sei.

Der Gestaltungsbeirat, das hochkarätig besetzte Beratungsgremium der Stadt, forderte am 30.11.2017 dazu auf das Ensemble behutsam zu sanieren (siehe hier).

Am 21.01.2018 legte die Bewohner*innen-Initiative ein Gutachten vor, da die statische Qualität der Häuserzeile öffentlich angezweifelt wurde.

Wir bedauern sehr, dass bislang auf die diesjährigen offenen Briefe an den Vorstand der Familienheim Freiburg e.G. keinerlei Antwort kam.

Wir bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit sich selbst ein Bild zu machen:

Hier die Links zur exemplarischen Kostenschätzung und zum offenen Brief:

Kostenschätzung Behutsame Sanierung Quäkerstraße

Offener Brief an den Vorstand zur Kostenschätzung vom 01.02.2018

 

P.S.:

Wir sind mit unserer Sache nicht alleine. Das Thema Wohnen geht durch die bundesweite Presse, in unzähligen Großstätden ist Gentrifizierung ein wichtiges Thema geworden.

Wir laden Sie herzlich ein uns zu unterstützen:

Hier können Sie mehr erfahren, wie Sie uns helfen könnten.

Danke!

OB Kandidat Martin Horn in der Quäkerstraße und im Quartier

OB Kandidat Martin Horn in der Quäkerstraße und im Quartier

Heute, am 31.01.2018, war OB-Kanditat Martin Horn bei uns im Quartier.

Er hat sich unser schönes, erhaltenswertes Quartier angesehen und die Quäkerstraße besucht.

[Update 10.02.2018] Martin Horn war beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „´s Kulturviertel – Ganz und gar Genossenschaft“ bei uns erneut im Quartier. Er besuchte die Veranstaltung gemeinsam mit seiner Familie. Dabei kam er mit Bewohner*innen in viele Gespräche. Danke für das Interesse an unserem Anliegen!

 

 

Martin Horn hat sich auf Facebook deutlich für den Erhalt der Quäkerstraße Häuserzeile 1-9 ausgesprochen:


Stellungnahme zur Presseerklärung ..

Stellungnahme zur Presseerklärung ..

des Familienheim Vorstandes vom 23.01.2018

Nach dem offenen Brief der Bürgerinitiative, der Veröffentlichung eines Gutachten (beides hier), der erneuten Bitte, dass genossenschaftliche Werte umgesetzt werden veröffentlicht heute die Familienheim erneut Ihre bekannte Agenda, die in keinster Weise auf die Argumente und Bedürfnisse der Bewohner*innen eingeht, die nunmehr seit über 7 Monaten an den Vorstand herangetragen werden. Diese Bedürfnisse der Bewohner*innenschaft sind dem Vorstand hinlänglich bekannt (zur Umfrage).

Die Bewohner*innen haben mehrfach um ernsthaften Dialog gebeten.
Diese Dialogbereitschaft besteht weiterhin. Dialog, Beteiligungsmethoden, gemeinschaftlich genossenschaftliche Auseinandersetzung sind seitens der Bewohner*innenschaft dringend gewünscht.

Das Familienheim veröffentlicht wieder mehr oder weniger inhaltlich unverändert Planungen, die bereits von der Gestaltungsbeiratssitzung am 30.11.2017 (Ergebnisse GBR) rundweg abgelehnt wurden. Auf öffentliche politische Forderungen (siehe hier) und die Vorlage des Gutachtens der Bewohner*innen-Initiative wird seitens des Vorstandes des Familienheim Freiburg bisher nicht eingegangen.

Zu einigen Punkten der aktuellen Presseerklärung – unsere Stellungnahme:

(mehr …)

Rettet das Quartier zwischen den
Wiehre Bahnhöfen!

Rettet das Quartier zwischen den
Wiehre Bahnhöfen!

Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit den Bewohner*innen des genossenschaftlichen Quartiers zwischen den Wiehre–Bahnhöfen Freiburg für den Erhalt der über 300 Wohnungen ein!
Zitat Gestaltungsbeirat Freiburg am 30.11.2017 :
„Das gesamte bestehende Ensemble ist stimmig. In fast jeder Stadt gibt es Orte, die etwas Besonderes ausmachen. Dieses Ensemble ist beispielgebend für die gesamte Stadt Freiburg.“

Unterzeichnen Sie jetzt online:

https://weact.campact.de/petitions/gentrifizierung-in-freiburg-stoppen-rettet-das-genossenschaftquartier

Bitte beachten: Nur entweder die gedruckte Unterschriftenliste oder die Online Petition unterzeichnen!

Unterschriften-Liste zum Download:

Unterschriftenliste / Petition: Rettet unsere Quartier zwischen den Wiehre Bahnhöfen Freiburg

Stellungnahme zum BZ-Artikel 05.01.2018

Stellungnahme zum BZ-Artikel 05.01.2018

Stellungnahme zu Zitaten von Frau Anja Dziolloß (Vorstand Familienheim Freiburg e.G.) aus dem ausführlichen Artikel der Badischen Zeitung

Sollen günstige Wohnungen in der Wiehre saniert werden? (Simone Lutz) online seit 04.01.2018:

Thema: Wohnungsbaupolitik

„Städtebaulich mag das Sinn machen, aber wie kann man die wohnungspolitischen Ziele so außer Acht lassen? Wir bauen mehr und neue Wohnungen. Und das ist es doch, was Freiburg dringend braucht.“ (Anja Dziolloß, BZ 04.01.2018)

Wohnungspolitische Ziele einer Genossenschaft sind im Sinne der Bewohnerschaft der Erhalt und der Schutz von bezahlbarem Wohnraum!

Die bestehenden Wohnungen sind zu 100% bezahlbarer Wohnraum!

Viele Neubauten des Familienheims Freiburg sind in den letzten Jahren auf Kosten von bewohntem, günstigem und genossenschaftlich gepflegten „Altbestand“ gebaut worden. Es wird behauptet, dass mehr Wohnungen gebaut würden – der Wohnungsbestand des Familienheim Freiburgs hat sich in den letzen Jahren wie folgt „entwickelt“:

Wohungsbestand Familienheim Freiburg:

2007: 2743 Wohnungen

2016: 2694 Wohnungen

(Quelle: Geschäftsberichte Familienheim 2007,2016 und Familienheim Aktuell 2016)

Sanierungsfähigkeit

„Sicher sei bisher, dass das Gebäude Quäkerstraße 1-9 nicht sanierungsfähig sei.“ (Anja Dziolloß, BZ 04.01.2018)

Die Bewohnerschaft, mehrere Fraktionen und der Gestaltungsbeirat haben bisher erfolglos den Vorstand des Familienheim aufgefordert diese Behauptungen zu belegen. Der Initiative – der Bewohnerschaft liegt auch kein Gutachten vor. Siehe: Aktuelle politische Reaktionen

Bei 2 Veranstaltungen, dem Infotreffen am 09.11.2017 und der Sitzung des Gestaltungsbeirats Freiburg am 30.11.2017 äusserte der Vorstand, es seien keine Gutachten erstellt worden. [UPDATE 21.01.2018 Die Bewohner*innen-Initiative hat ein Gutachten vorgelegt, welches die Häuserzeile Quäkerstraße 1-9 als stabil und sanierfähig beschreibt. (siehe Menü -> Datencheck-> Gutachten)]

Gentrifizierung

„Sicherlich werden sich nicht alle Mieter den Neubau leisten können, aber wir haben 400 weitere Wohnungen in der Wiehre. Wir lassen niemanden hängen.“ (Anja Dziolloß, BZ 04.01.2018)

Die 41 Wohnungen in der Quäkerstraße sind zu 100% bewohnbarer Lebensraum.

Die Kaltmieten in 70% der angedachten Neubauwohnungen sind min. über 50% teurer. Nebenkosten und größere Wohnungsflächen führen zu weiterer starker Zunahme der Gesamtmiete!

Die genannten 400 Wohnungen sind größtenteils bewohnt. Für 300 der insgesamt 700 Wohnungen in der Wiehre sind einschneidende Veränderungen – bis zum Abriss – seitens des Vorstandes der Genossenschaft angekündigt.

Die Zunahme der Durchschnittsmieten in der Genossenschaft von ca. 32% zwischen 2007 und 2016 lässt befürchten, dass hier in der Wiehre bezahlbarer Wohnraum verloren geht. Siehe: Daten-Fakten Mietpreisentwicklung

Diese Größenordnungen wirken nicht nur auf die aktuelle Bewohnerschaft – sondern auf das ganze Viertel:

  • Die Bewohnerschaft wird verdrängt.
  • Der Mietspiegel steigt.
  • Eine gewachsene Sozialstruktur zerbricht.

Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder

„So viele Mietwohnungen wie möglich, so viele Eigentumswohnungen wie nötig. Zweitens: Qualitatives statt quantitatives Wachstum. Drittens: Immobilien und Vermögenswerte im Bestand halten.“ (Anja Dziolloß, BZ 04.01.2018)

Die aktuellen Wohnungen werden seitens der Bewohnerschaft als qualitativ hochwertig empfunden. Die Wohnungen des Quartiers sind gepflegt und in gutem Zustand. Siehe Wohnungen

Dem Vorstand ist es schon lange bekannt, dass es dringend mehr günstigen Wohnraum bräuchte – auch innerhalb der Genossenschaft:

Geschäftsbericht FH 2007: „Die Nachfrage nach Wohnungen bei der Genossenschaft hält unvermindert an, insbesondere nach preiswerten Wohnungen.“ S.14

Geschäftsbericht FH 2014: „Die wachsende Wohnungsnachfrage war bei der Familienheim Freiburg auch im Geschäftsjahr 2014 deutlich feststellbar, wodurch die angespannte Wohnungsmarktsituation zum Ausdruck kommt. Es besteht ein unveränderter Trend zu kleineren Wohneinheiten, da immer mehr Haushalte Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Für viele unserer Mitglieder ist aufgrund ihrer Einkommenssituation die Bezahlbarkeit der Wohnungen vorrangig.“ S.13

Entgegen diesen Bedürfnissen sollen nun deutlich teurere Wohnungen enstehen. Seit 2007 hat der Bestand an Wohnungen nicht zugenommen. (s.o.)

Wiehre für alle: Bewohner*innen Initiative für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums

Wiehre für alle: Bewohner*innen Initiative für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums

Wiehre für alle – die Bewohner*innen Initiative für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums.

Wir sind Genossenschaftler*innen des Familienheim Freiburg und Bürger*innen, die sich gemeinsam für den sozialen Erhalt unseres Viertels einsetzen.

Regelmäßige Vollversammlungen mit wechselnden Zusammensetzungen von 60-100 Menschen aus dem Quartier und regelmäßige sehr gut besuchte Koordinationstreffen dienen der Meinungs- und Beschlussbildung der Initiative.

Unsere Situation:

Das Familienheim plant weitgehende Eingriffe in unser Quartier. Über 300 Wohnungen sind betroffen. Die Wohnungen der Häuserzeile Quäkerstr. 1,3,5,7 und 9 sind akut vom Abriss bedroht. Zusammen stellen wir uns dieser Wohnungspolitik entgegen, die günstigen Wohnraum reduziert und somit die Gentrifizierung (Was ist Gentrifizierung? ) unseres Quartiers vorantreibt. Alle Bewohner*innen sind herzlich willkommen aktiver Teil unserer Bewegung zu sein.

Wir engagieren uns gemeinsam für:

  • den konsequenten Erhalt und den Schutz von günstigem Wohnraum.
  • den Erhalt der Gebäude Quäkerstr. (1,3,5,7,9) – sowie aller anderen Bauten des Familienheim Freiburg im „Quartier-Wiehrebahnhöfe“.
  • den Erhalt und den Schutz der betroffenen Grün- und Begegnungsflächen.
  • den Erhalt der Kleinbetriebe am Gerwigplatz.
Gestaltungsbeirat Freiburg spricht sich für die Erhaltung des gesamten Quartiers aus

Gestaltungsbeirat Freiburg spricht sich für die Erhaltung des gesamten Quartiers aus

Am 30.11.2017 stellte Familienheim in öffentlicher Sitzung vor dem Gestaltungsbeirat Freiburg ihr Neubauvorhaben in der Quäkerstr. 1,3,5,7,9 vor. In den Plänen wurde der beabsichtigte fünfstöckige Ersatzbau entlang der Quäkerstrasse und ein zusätzliches vierstöckiges Gebäude, das im Innenhof platziert werden soll, vorgestellt.

In seiner anschließenden Stellungnahme äußerten sich die Mitglieder des Gestaltungsbeirats daraufhin wie folgt. Wir haben zusammenfassend einige Zitate zusammengetragen:

„Die bestehenden Gebäude verhalten sich kollektiv zueinander. Sie haben die gleichen Dächer und schöne Eingangstüren und sind insgesamt von schlichter Schönheit.“

„Die gesamte bestehende Anlage ist ein beeindruckendes städtebauliches Ensemble.“

„Das gesamte bestehende Ensemble ist stimmig. In fast jeder Stadt gibt es Orte, die etwas Besonderes ausmachen. Dieses Ensemble ist beispielgebend für die gesamte Stadt Freiburg.“

„Die Identität eines Quartiers wächst über Jahrzehnte und kann mit einem Abriss binnen kürzester Zeit zerstört werden. Die bestehenden Familienheim-Neubauten Quäkerstraße 2,4 sowie Grillparzerstraße lassen genau diese Identität vermissen. Sie dürfen nicht die Richtschnur für das sein, was auf der gegenüberliegenden Seite (Quäkerstr. 1,3,5,7,9) passiert.“

„Die angedachte Nachverdichtung durch ein zusätzliches Wohnhaus im Innenhof hinter der Quäkerstr. 1,3,5,7,9 geht gar nicht. Der jetzige Freiraum ist ideal mit der Bebauung der 1950er Jahre abgestimmt. Wenn man dort ein zusätzliches Haus hin baut, ist das ganze Gefüge nicht mehr stimmig. Es ist die falsche Haltung, dahin zu bauen, wo noch Platz ist.“

„Das, was Sie hier an Planungen präsentiert haben, und das, was das Quartier ausmacht, bewegt sich in zwei unterschiedlichen architektonischen Welten. Sie beziehen sich nicht auf das Gesamtensemble.“

„Es stellt sich die Frage: Was ist das übergeordnete konzeptionelle Ziel für dieses Ensemble?“

„Aus Ihren eingereichten Unterlagen ist nicht ersichtlich, warum die Häuser nicht erhalten werden können.“

„Die Frage muss sein, was kann man in diesem Quartier machen, ohne dass die vorhandene Eigenständigkeit und Identität kaputtgeht? Wie kann man den Charakter der Anlage erhalten?“

„Bevor nicht klar ist, was Sie mit dem gesamten Ensemble wollen, also ohne Sanierungskonzept für die gesamte Anlage, können wir keine abschließende Stellungnahme abgeben.“

„Sie sollten noch einmal neu über das Vorhaben nachdenken. Wir unterstützen Sie gerne bei einer behutsamen Sanierung des Quartiers.“

Zusammenfassend lässt sich demnach sagen, dass dieses unabhängige Expertengremium zu demselben Schluss kam, der auch das Ergebnis unserer Befragung der BewohnerInnen im Quartier war: „Planen Sie bitte so, dass es weitgehend bleibt, wie es ist.“

Zielbahnhof Gentrifizierung?

Zielbahnhof Gentrifizierung?

Oder: Wohin geht die Reise bei der geplanten Modernisierung des Familienheim eG-Areals im Quartier am Wiehre-Bahnhof?

Wiehre für alle – Bewohner*innen Initiative für den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum

Ausführliche Analyse auch als PDF verfügbar: Zielbahnhof_Gentrifizierung.pdf

Am 14.06.2017 erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner in rund 300 Wohnungen der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG im Quartier am Wiehre-Bahnhof per Post die Nachricht von einer geplanten Modernisierung des dortigen Gebäudebestands in den kommenden Jahren. Angekündigt wurde für die Sommermonate die Begehung der Wohnanlagen durch Gutachter und Planer.

Als Folge dieser Ankündigung bildete sich „Wiehre für alle – die Bewohner*innen Initiative für den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum“, die auf den Planungsprozess Einfluss nehmen will. Als erster Schritt wurde ein Schreiben an den Vorstand der Genossenschaft mit zentralen Anliegen der Betroffenen in Bezug auf die Planungen formuliert: Erhalt der Gebäude, Erhalt der leistbaren Mieten und der diversifizierten Struktur der Bewohnerschaft, Beteiligung am Planungsprozess. Unterzeichnete Exemplare wurden im Juli und August an den Vorstand versandt. Mit Stand vom 22.08.2017 hatten den Brief Mitglieder aus mehr als zwei Dritteln der genannten Wohneinheiten unterschrieben, darunter alle acht betroffenen Mitgliedervertreter der Genossenschaft.1

(mehr …)

Pressemitteilung 12.11.2017

Pressemitteilung 12.11.2017

Gentrifizierung auf Staatskosten?

Wir sind Genossenschaftsmitglieder der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG und setzen uns gemeinsam für den Erhalt unseres Viertels ein. Das Familienheim plant weitgehende Eingriffe in das Quartier in der Wiehre. Über 300 Wohnungen droht der Abriss.

Die Wohnungen der Häuserzeile Quäkerstr. 1,3,5,7 und 9 sollen nach Wusch des Vorstandes „entmietet“ werden. Der Abriss ist für 2019 geplant. Bei der Infoveranstaltung des Familienheims am 09.11.2017 für die betroffenen MieterInnen gab der Vorstand unter anderem bekannt, dass es keinerlei Gutachten zur Bausubstanz gibt. Der Vorstand des Familienheims behauptet, die betroffenen Häuser (Baujahr 1952) seien weitgehend im ursprünglichen Zustand. Dabei wird verschwiegen, dass die Wohnungen bei Neuvermietung stets saniert wurden. Der Mietpreis dieser Wohnungen liegt im Schnitt bei 7 €.

Bei einem Neubau werden die Mietkosten für alle drastisch steigen. 30% der geplanten Neubauwohnungen sollen aus Landesfördermitteln finanziert werden. Die geplante Miete dieser geförderten Wohnungen soll nach aktueller Planung 7,50€ betragen. Die Zielmiete von 70% der Wohnungen soll circa 10€ betragen. Die derzeitigen 41 Mieterparteien wären laut einer Umfrage innerhalb der Bewohnerschaft auf die geförderten Wohnungen angewiesen. Das Familienheim kann ihr Versprechen, dass alle derzeitigen MieterInnen in den Neubau zurückkehren können (bei der geplanten Förderquote von 30%) rein rechnerisch nur halten, wenn sie auf dem Grundstück mehr als 120 Wohnungen bauen. Das gibt das Areal selbst bei dichtester Bebauung nicht her. Wir fragen uns: warum öffentliche Fördermittel aus Steuergeldern einsetzen, wenn am Ende alle mehr zahlen als zuvor? Bei der geplanten regulären Miete, ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der BewohnerInnen aus der Wiehre verdrängt wird: das wäre staatlich geförderte Gentrifizierung.

Ähnliche Entwicklungen werden auch von den BewohnerInnen der weiteren ca. 260 Familienheim Wohnungen im Areal befürchtet.

Offener Brief zum Abrißvorhaben Quäkerstrasse

Offener Brief zum Abrißvorhaben Quäkerstrasse

Sehr geehrter Vorstand der Baugenossenschaft Familienheim Freiburg!

Sie haben in Ihrem Ankündigungsbrief vom 14.6.17 mit dem Alter der Bauten in der Wiehre argumentiert: dass sie 60-80 Jahre alt sind und eine Prüfung der Bausubstanz durch Sachverständige angekündigt. Wenig später (20.9.17) haben Sie uns darüber informiert, dass abgerissen wird – wobei Sie das Wort vermeiden und lieber von „Neuerrichtung“ sprechen, das klingt besser.

Wir haben aber nichts über den Inhalt der Sachverständigen-Prüfung erfahren, nur ihren Beschluss des Abrisses für die Quäkerstraße 1,3,5,7,9. Das ist ein intransparentes Vorgehen – was fanden denn die Sachverständigen heraus? Wie Sie uns mitgeteilt haben, sollen die Gebäude aus „strukturellen und planerischen Notwendigkeiten“ abgerissen werden, gravierende bauliche Mängel, die einen Abriss unumgänglich machen, liegen also demnach nicht vor.

Sie versichern uns: „Wir möchten weiterhin und auch langfristig den Interessen unserer Mitglieder gerecht werden.“ Aber kennen Sie diese auch? Die im Planungsgebiet wohnenden Mitglieder jedenfalls haben Sie nicht nach ihren Interessen gefragt. Und bei den etwa 300 betroffenen Wohneinheiten handelt es sich immerhin um einen Anteil von 11,4% der 2.700 Wohneinheiten der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG.

Sie regieren von oben nach unten und meinen, die „Genossen“, die Ihre Gehälter garantieren, in sehr wichtigen Angelegenheiten nicht beteiligen zu müssen. Durch die Initiativen der Bewohnerinnen und Bewohner und unsere interne Befragung, die Ihnen zugeleitet wurde, sind Sie über die Ansichten vieler Bewohner hierzu informiert worden – und haben so einen Hauch von Demokratie erlebt, die Sie nicht praktizieren. Wir, die wir in den Bauten wohnen, bezweifeln, dass ein Abriss unabwendbar ist, denn es wohnt sich in den Gebäuden recht gut, abgesehen von kleineren Mängeln, die nicht die Bausubstanz betreffen.

(mehr …)